Kult- und Horror-Filme der 70er/80er Jahre… Teil 1 (Freddy Krüger)

Erlcher Schüler in den den späten 80er und frühen 90er-Jahre hatte nicht davon gehört? Freddy Krüger, Jason, Nightmare on Elm Street, Freitag der 13., Hellraiser, Pinhead, Halloween, Mad Max, Rambo et cetera, et cetera…

Egal in welchen Kreisen man sich bewegte, die Horror- und Actionikonen waren in aller Munde… und die wenigsten haben sie wirklich gesehen.So auch ich. Freddy war halt ein Kindsmörder, der Teenager in ihren Träumen tötete, Jason ein Serienkiller in einem Camp, Meyers auch „so ein Serienmörder“ und Pinhead kam irgendwie aus der Hölle. Zum Einen hörte sich das Ganze natürlich (als Jugendlicher) irgendwie „cool“ an, aber den wirklichen „Horror“ zu sehen war eine ganz andere Sache.

Tatsächlich habe ich bis zu diesem Jahr keinen Film der oben genannten Reihen komplett gesehen. Nun, das sollte soch nun ändern…

Angefangen hat es im Januar mit der Nightmare on Elmstreet-Reihe. Von den mittlerweile 9 Filmen (inklusive Remake und Jason-Crossover) habe ich mir 8 Filme zur Gemüte geführt (Teil 1-7 & das Remake). Tja, ich weiß nicht, ob es an meinem Alter liegt, oder daran, das man inzwischen eher abgestumpft ist, wenn man bedenkt, was einem in den letzten Jahren so vorgesetzt wurde (sowohl in Filmen, als auch im wahren Leben), aber wieso diese Filme jemals auf dem Index gelangt sind, bleibt mr ein Rätsel. Abgesehen von der relativ harmlosen Gewalt und den vergleichsweise lachhaften Splatter-Effekten haben die Filme nicht viel Substanz. Die Prämisse an sich ist zwar interessant, aber die Umsetzung doch eher unbefriedigend. Wann hätte so viel mehr aus der ganzen „nicht einschlafen“-Sache machen können… ein paar Teenager, die versuchen sich gegenseitig wach zu halten, oder sich mit Kurzschlafphasen zu retten… Aber das scheint kaum beachtung zu finden. Als das nicht mehr genug war, kam halt der „Hintergrund“ von Freddy auf. Also die Art und Weise, wie er gezeugt wurde… Das war für mich Einerseits sehr, sehr unangenehm anzusehen um zum Anderen nicht wirklich relevant, was den Charakter an sich angeht.

Nunja, was gegenenfalls heuzutage bei mir mit in die Bewertung mit hereingespielt hat ist die Tatsache, das Freddy keinen Stammsprecher hatte und das einige Details in der deutschen Synchro von Film zu Film ge-/verändert wurden… Ich meine, in jedem Film (in dem es vorkommt) gibt es eine andere Übersetzung des Freddy-Reims… Sei es nun „3-4 Verschließ bloß Deine Tür“; „3-4, öffne nicht die Tür“; oder „3-4, er steht schon vor der Tür“. Wieso konnte man da nicht ein wenig konsequenter in der Synchronisation sein?

Davon abgesehen sind der gerade der deutsche Titel ein wenig seltsam… Da gibt es Titel wie „Die Rache“ und „Freddy Krüger lebt“, wobei nichts in den entsprechenden Filmen, oder den Vorgängern darauf bezogen werden kann/Sinn ergibt… Ich meine: „Die Rache“… Rache wofür? Okay, er wurde im ersten Film aufgehalten, aber zum Ende hin wird ja wohl mehr als deutlich gezeigt, das er noch da und in Kontrolle ist… und „Freddy Krüger lebt“?… Streng genommen >lebt< er ja seit geraumer Zeit nicht mehr. Und selbst im übertragenen Sinn macht es keinen Sinn, da er vor dem Film mit diesem Untertitelauch nicht gerade „vernichtet“ wurde…

Unabhängig von den Lokalisierungs-„Unstimmigkeiten“ist die Filmreihe in sich auch mehr als unstimmig. Von Film zu Film variiert, in wie weit Freddy nun Einfluss auf die Welt der Lebenden hat. Hier sticht insbesondere der zweite Film negativ heraus, in der Freddy ja hauptsächlich durch die Kontrolle einer Person im wahren Leben“ agiert und die Traum-Sache eher nebensächlich behandelt wird. Und ein einifermaßen durchgängiges Make-Up hätte dem Charakter auch nicht geschadet…

Worauf ich mich hierbei ja besonders gefreut hatte, war der letzte Teil der offiziellen Reihe, in der Freddy in die „wahre Welt“kommt und mit den Schauspielern und Crew-Member der vorherigen Filme (die hierbei wirklich nur Filme sind) agiert… Ich hatte dazu damals eine Art Making-Of, oder Behind-The-Scenes gesehen (auf RTL Plus, wenn ich mich recht entsinne), welches mein Interesse gerade was diesen Teil angeht sehr gesteigert hat. Nun ist der Film nicht der schlechteste der Reige… eigentlich ist der Film (gemessen an der ganzen Reihe) sogar gut… Aber man hätte so viel mehr daraus machen können.Ein paar „unwichtige“ Leute der Crew sterben halt, aber die „wichtigen Personen“, sei es nun Heather Langenkamp, oder gar Wes Craven sind da und entweder nicht so wichtig, das sie einfluss auf den Verlauf haben (Craven), oder aber der/die Helden, die Freddy letztenendes in seine Schranken weisen (Langenkamp). Das meiner Ansicht schlimmste Verbrechen hierbei ist, das Robert Englund erst gezeigt und involviert wird… dann ansatzweise die Möglichkeit angedeutet wird, das er hinter den Mordn stecken könnte und dann „verschwindet“ er einfach… Eine Konfrontation (wenn nicht sogar der End-Kanpf) zwischen Freddy und Robert wäre das Mindeste, was ich hier erwartet hatte (und in gewisser Weise, wurde so etwas in dem angesprochenen Feature im Fernshen auch angdeutet).

Tja, insgesamt betrachtet hatte die Reihe so viel Potential und es wurde leider im Laufe der „alten“ sieben Filme so wenig draus gemacht. Anstatt eine halbwegs klare Linie zu haben (bezogen auf die ersten sieben Filme) was die Kräfte und Gründe von Freddy zu haben, versucht man irgendwie mit jedem neuen Film, Freddy Krüge neu zu definieren, bzw. neue Nuancen hinzuzufügen, wobei der Charakter an sich leider immer mehr verwischt und mehr zu einer Karikatur seiner selbst wird, anstatt, das er zu einem „richtigen Charakter“ entwickelt wird.

Der Reboot war meiner Ansicht weder nötig (man hätte durchaus noch versuchen können, im Laufe von 1-2 Filmen den Charakter und die Kräfte von Freddy zu spezifizieren), noch gut (auch wenn Robert Englund seinen Segen gegeben hat). Freddy Krüger als Kindermörder war mehr als ausreichend, aber ihn noch als „Kinderschänder“ zu präsentieren war, weiß Gott, nicht nötig. Im wahren Leben gibt es leider schon viel zu viele von „der Sorte“, da muss man eine „Horror-Ikone“ nicht auch noch in die Sparte packen, wenn ein reiner „Kinder-Mörder“ doch ausreicht. Aber mal ehrlich: Wie Englund dazu seinen Segen aussprechen konnte bleibt mir ein weiteres Rätsel… Der Film so „anders“ als die bisherigen Filme und der Freddy-Charakter ist dermaßen anders und … naja, untypisch für Nightmare-Filme dargestellt, das man diese „Machwerk“ lieber unter einem anderen Namen veröffentlicht hätte. Ich muss hierbei bemerken, das ich die Filme (abgesehn von Freddy vs. Jason, aber dazu unten mehr) chronologisch gesehen habe. Und das Einzige, was von dem „letzten“ Teil, also die Neuvefilmung, bei mir in Erinnerung geblieben ist, war die Veränderung von Freddy zu einem Kinderschänder… Was ja eigentlich nicht unbedingt die Hauptaussage von einem Nightmare-Film sein sollte.

Letztenendes bleibt mir leider nichts anders, als zu sagen, das die Nightmare-Reihe nach meiner Sichtung weit hinter den Erwartungen zurück blieb, einige recht unangenehme Eindrücke zurück lies (Freddys „Zeugung“) und die Inkosistenz im Laufe der Filme (Freddys Kräfte und Möglichkeiten) doch eher störend wirkte.

Soweit ich weiß, soll es ja in Bälde einen erneuten „Reboot“ von Nightmare geben… So sehr ich Reboots auch ablehne, denke ich, das es gerade nach der letzten Verfilmung nur besser werden kann.

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